Seine Nutzung in der Vergangenheit ist vielfältig, sie reicht von der Bewohnung der eigentlichen Familie über die Besetzung der Nazis im zweiten Weltkrieg und als Ferienheim für die Kinder der Bahnangestellten. Seit 1991 wird das Schloss nicht mehr genutzt und man kann leider nur zu gut sehen wie rasend schnell der Verfall vorangeschritten ist. Durch einen Brand im Dachgeschoss, welcher auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, hat es einiges an Schaden genommen.
Der Weg dorthin ist mühsam und wenn man nicht die genauen Koordinaten hat ist es schwerlich zu finden, was auch gut ist. Wenn man es dann sieht erschlägt es einen, so imposant wie es plötzlich vor einem auftaucht. Inzwischen ist ein Begehen lebensgefährlich. Die Böden sind stellenweise abgesackt, Löcher klaffen in den Böden und jeder Schritt könnte der Letzte sein. Das Gefühl, dass plötzlich der komplette Boden nachgibt hat mich in fast jedem Raum begleitet. Manche Teile des Schlosses sind gar nicht mehr begehbar und von dem riesengroßen Anwesen haben wir nur einen Bruchteil gesehen. Am besten waren die Kellerräume instand, man hatte das Gefühl, dass sich der Verfall nur langsam bis hierher schleicht. Trotzdem beschlich mich im Keller ab und zu das Gefühl gleich kracht der ganze Bau über uns zusammen, ich wusste ja, dass es über uns nicht sehr vertrauenserweckend aussieht. Es ist schon eigenartig, welche Gedankengänge ich manchmal so habe.
Wenn man das Internet durchforstet wird das Chateau ab und zu als das Spukschloss schlechthin gehandelt, allerdings finden sich keine Legenden, Spukgeschichten oder sonstiges über das Schloss. Festgestellt haben wir während unseres Aufenthaltes nichts, was in diese Richtung weisen würde, aber vielleicht waren wir auch von dem Anblick des Schlosses so erschlagen, dass wir in diese Richtung nicht aufmerksam genug waren...
Das war der erste Blick auf das Schloss, die Hinteransicht.
Hier kann man erkennen dass es gebrannt hat.
Die mittige Vorderansicht mit dem Uhrenturm.
Der rechte Seitenteil des Chateaus.
Das Erdgeschoss.
Auch im im Erdgeschoss.
Erdgeschoss
Hier ist gut zu erkennen wie die Decke runterhängt.
Loch im Boden.
Blick aus dem Fenster im Erdgeschoss auf den Seitentrakt.


